Stiftung Umgebindehaus

 

Umgebindehaus von 1614

Am Weißeweg 23

 

In der alten Ortchronik von Otto Moritz Kind erfahren wir über die Geschichte von Seifhennersdorf, dass 1429 noch zu Böhmen gehörend von durchziehenden Hussitenscharen gebrandschatzt und fast alle Bewohner erschlagen worden sind. Es sollen nur elf Menschen überlebt haben. Ein Neubeginn war notwendig.

Bis zum Anfang des Dreißigjährigen Krieges hatte sich Seifhennersdorf so weit erholt, dass man begann die grünen Auenbereiche erstmals mit Häusern zu bebauen. Nach 1614 stellten Zimmerleute ein Umgebindehaus in Stockwerkbauweise in der Aue der Mandau auf. Aus Platzmangel bekam das Haus Ende des 18. Jh. eine Hausverlängerung am Südgiebel.

Die Besonderheit des Hauses ist, dass zur Bauzeit noch beide alten Gebäudegiebel mit einem auskragenden Schopfdach auch Klebdach genannt versehen waren. Im Mittelalter soll an diesen Öffnungen der Rauch herausgezogen sein. Die Besonderheit der „Rauchhäuser“ wurde bereits vom Wanderer Butzbach, der Böhmen im Mittelalter durchstreifte, beschrieben.

Mit Jürgen Cieslak an der Spitze gründete sich Anfang September 2010 der Verein "Am Weißeweg 23 e.V."

Im Rahmen der laufenden Bauforschung konnte im Januar der Nachweis einer Beistrich-Bemalung erbracht werden. Die noch vorhandenen schwarzen Farbreste erhielten sich am historischen Kalkputz, der jahrzehnte mit Brettern verdeckt war. Eine originalgetreue Restau-

rierung der Gefache ist am Nordgiebel geplant.

Mit Spendengeldern aus der Fluthilfe vom Ostdeutschen Sparkassenverband konnte die Stiftung Umgebindehaus 2011 erste Bauarbeiten an der Grundmauer und Blockstube finanzieren.

Das Umgebindehaus zu retten, weitgehend stilecht sowie denkmalgerecht zu restaurieren und auszustatten ist das Ziel der 12 Mitglieder. Baugeschichtliche Veränderungen sollen im Original und transparent gezeigt werden.

Foto v.l.n.r. Cieslak, Wunderlich, Matthes, Noky

Foto: K. Cieslak

 

Spenden sind daher willkommen und werden über das Spendenkonto der Stiftung Umgebindehaus gesammelt und an den Verein weitergereicht. Kennwort: „Weißeweg 23“

 

Jeder Betrag hilft, denn das derzeit zweitälteste bekannte Umgebindehaus der Oberlausitz muss der Nachwelt erhalten bleiben und zwar so, dass alles bewahrt und erkennbar bleibt.

 

Bitte helfen Sie mit.